Erfahrungsberichte zum Eselwandern
Tipps und Fundus zum Urlaub mit Eseln
Willkommen in unserem Fundus zum Eselwandern! Hier haben wir die Erlebnisse und Tipps unserer Wander*innen zusammengetragen, die das Abenteuer Eselwandern bereits gewagt haben. Eselwandern verbindet Natur, Tier und Mensch auf einzigartige Weise. Jeder Spaziergang mit einem Esel wird zu einem besonderen Erlebnis, das sich oft nur schwer in Worte fassen lässt.
Die folgenden Erfahrungsberichte geben authentische Einblicke: von ersten Begegnungen mit den Tieren über kleine Überraschungen unterwegs bis hin zu emotionalen Momenten. Sie dienen als Orientierungshilfe, um sich auf die Wanderung vorzubereiten, und zeigen, worauf man achten kann, ohne den eigenen persönlichen Moment zu schmälern.
Der Fundus soll stetig wachsen und wir hoffen, dass er Ihnen dabei hilft, sich auf Ihre eigene Eselwanderung einzustimmen. Die Berichte zeigen: Jede Wanderung ist anders, jeder Esel einzigartig, und dennoch lassen sich Muster und hilfreiche Tipps erkennen, die Ihnen Sicherheit geben. Nutzen Sie diese Hinweise, um sich auf kleine Überraschungen vorzubereiten, gleichzeitig aber die Gelassenheit der langohrigen Begleiter voll zu genießen.
Wir lieben Eselwanderungen, weil jede Reise einzigartig ist. Jeder erlebt seinen eigenen Weg, geprägt von der Gruppe, dem Tier, seinem Gemüt, dem Wetter. Jede Änderung führt zu unterschiedlichen Erlebnissen und deshalb kann auch niemand vorhersagen, wie Ihre Eselreise werden wird. In Erinnerung bleibt, so hoffen wir, vor allem die Freude an der Natur, an den Tieren und an den gemeinsamen Momenten.
1. Deshalb ist das Eselwandern für mich etwas ganz Besonderes
- „In der Natur unterwegs zu sein und gleichzeitig einen engen Kontakt zu den Tieren zu haben ist einfach wunderschön. Das Wandern fällt auch den Kindern viel ‚leichter‘, weil auf einmal wirklich der Weg das Ziel ist und man nicht einfach nur Kilometer um Kilometer zurücklegt, sondern während man eine schöne Zeit mit den Eseln verbringt, nebenher auch noch ‚Strecke macht‘.“ – Christian W.
- „So ein Esel ist für sich schon etwas Besonderes. Er ist nicht besonders interessiert am Menschen, arrangiert sich aber mit ihm. ... Der Fokus lag in den 4 Tagen aber eindeutig beim Esel, weniger bei den Cevennen. Es ist einerseits ein fantastisches Erlebnis, andererseits aber auch immer wieder eine Herausforderung, sich mit dem Esel zu arrangieren. Denn er macht nicht immer das, was man möchte. Das liegt sicher einerseits in der Natur der Esel, andererseits aber auch im Verhalten der Menschen, die sich in der ‚Eselsprache‘ nicht gut auskennen. Die Eselwanderung hat uns nachhaltig beeindruckt und wir denken oft daran zurück.“ – Monika W.
- „Esel haben ihren eigenen Kopf, aber sind sehr sozial und sanft. Sie haben ihre eigenen Bedürfnisse und Charaktereigenschaften, die die Wanderung prägen. Man wächst im Laufe der Wanderung als Team zusammen. Und man wird unterwegs des Öfteren angesprochen und kommt mit allen möglichen Menschen ins Gespräch.“ – Christine M.
- „Die Natur mit allen Sinnen erleben, zusammen mit meiner Partnerin und einem ruhigen und gelassenen Esel, in einem extrem beruhigenden Umfeld. Esel sind extrem zuverlässige Partner.“ – Claudine & Rolf M.
- „Jeder Esel hat seinen eigenen Charakter, einer ist gefolgsam, einer french, einer nur verfuttert. Da es an der Sprache mangelt, entwickelt man ein feines Gespür füreinander, lernt, sich aufeinander einzulassen, den richtigen Draht zu finden und ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Wie natürlich dieser Prozess ist, obwohl man sonst nicht mit solchen Tieren in Kontakt ist, ist erstaunlich. “ – Francoise B.
2. Mich hat am Wandern mit Esel positiv überrascht
- „Wie schnell die Esel Vertrauen gefasst haben und dass ‚sturer Esel‘ offensichtlich ein absolutes Vorurteil war, das sofort von den Tieren entkräftet wurde. Am zweiten Tag hat man langsam angefangen ‚wie ein Esel zu denken‘ (Pfützen meiden, leckere Esche am Wegesrand, toller sandiger Boden da vor mir…). Das war sehr amüsant.“ – Christian W.
- „Vertrauen der Eselbesitzer, dass sie einem einfach und unkompliziert alleine mit den Eseln gehen lassen. Es ist super, dass man auf eigene Faust unterwegs sein kann (ohne Führer). Esel waren immer sehr einfach im Umgang, gar nicht störrisch.“ – Monika W.
- „Uns hat unser Fokus auf den Esel positiv überrascht. Wir dachten, naja, der wird schon einfach mitlaufen, aber so ist es nicht. Man muss sich intensiv mit ihm beschäftigen und das macht richtig Spaß. Generell haben uns an der Eselwanderung die wunderschönen Unterkünfte, die Herzlichkeit der Wirtsleute und die schöne Landschaft positiv überrascht. Man kommt mit bestimmten Erwartungen, aber für uns wurden sie übertroffen, auch kulinarisch.“ – Monika F.
- „Die Gelassenheit und das Vertrauen, dass dir so ein fremdes Tier zukommen lässt. Nach kurzer Zeit habe ich das Gefühl, dass der Esel mich versteht und ich auch ihn.“ – Claudine & Rolf M.
- „Positiv überrascht hat mich, dass ein Esel nicht, wie allgemein behauptet, stur ist. Wenn es mal nicht so zügig voran geht, liegt es meistens daran, dass der Esel sehr vorsichtig ist.“ – Silke R.
- „Wie wichtig einem das Eselwohl wird, man sich und seine Probleme vergessen kann, und sich gemeinsam um einander kümmert.“ – Francoise B.
- „Wie vielseitig die Tiere sein können und wie unterschiedlich. Wir waren mit einem Eselgespann unterwegs: Es war die erste Wanderung für Bijoux und als "Lehrerin" kam Uana mit. Die Esel entschieden selbst, wer voraus läuft, und es war der große (und noch etwas tollpatschige) Bijoux. Es war spannend und toll zuzusehen, wie Bijoux die Welt entdeckte. Sein erster Gullideckel. Sein erstes Fahrrad. Pfützen kann man offensichtlich nicht trauen. Was ist ein Gitter? Wie funktionieren Tore? Die Neugier und Begeisterung war groß. Kleinere Hindernisse kannte er jedoch nicht und am späten Nachmittag steckten wir fest. Lehrerin Uana, die die Wege kannte, reichte es irgendwann und sie stürmte Brüsk nach vorn und übernahm für den Nachmittag die Führung bis zur Unterkunft.“ – Sara B.
3. Hier wichen meine Erwartungen von der Realität ab
- „Ich hatte die Erwartungshaltung, dass wir nur langsam voran kommen würden, weil uns die Esel ausbremsen würden. Das Gegenteil war der Fall.“ – Christian W.
- „Das wir schneller wandern, da wir weniger Gepäck tragen. Boubou war allerdings so hungrig, wir waren meist langsamer unterwegs. “ – Francoise B.
- „Wir hatten die ‚Steuerung‘ des Esels einfacher erwartet. Er blieb einfach immer mal stehen und war – teilweise mehr als eine halbe Stunde – nicht bereit, einen Schritt zu gehen. Da ist man schon mal verzweifelt und überlegt, was man tun könnte. Aber irgendwann geht er halt doch weiter, auch wenn es mal einen Klaps mit einer weichen Gerte braucht. Wir dachten, dass die Tage mit einer 13 km Wanderung voll ausgefüllt sind und hofften, rechtzeitig zum Abendessen anzukommen. Wir wurden vom Eselstall instruiert, den Esel während des Wanderns nicht fressen zu lassen, aber das war illusorisch! Wir haben uns mit dem Esel arrangiert.“ – Monika F.
- „Meine Erwartungen wurden immer auf der ganzen Linie erfüllt und oft auch weit übertroffen. Wir waren uns aber auch bewusst, dass das Wandertempo langsamer ist, als ohne Esel.“ – Claudine & Rolf M.
- „Ich hatte beim ersten Mal die Befürchtung, Angst vor den Eseln zu haben (hab ich normalerweise vor Pferden). Es hat mir aber bei allen von unseren 3 Eselwanderungen ab dem ersten Moment Spaß gemacht mit den Tieren umzugehen und wir waren die besten Kumpels…“ – Silke R.
- „Wie schlau die Tiere sind und wie gewitzt. Es gibt erstaunlich viele Strategien, wie man dann doch noch an das grüne Gras kommt. “ – Christian W.
4. In der Planungsphase beachten
- „Mehr/besser in Plastiktüten verpacken. Unser Waschbeutel riecht heute noch nach Esel.“ – Christian W.
- „Ruhetage einplanen! Bei der Buchung dachten wir nur ans wandern. Aber vor Ort tut es gut, auch mal die Beine hochzulegen und den Urlaub zu genießen.“ – Sara B.
- „Frühes Starten bei heißen Tagen, Hinweise auf gehobene Unterkünfte beachten, passende Kleidung und Schuhwerk. Eine Fliegenklatsche im Handgepäck kann bei Pferdebremsen hilfreich sein.“ – Christine M.
- „Eure Tipps sind immer goldrichtig. Für mich stimmte alles.“ – Claudine & Rolf M.
5. Eselwanderer mit Kindern
- „Die Begeisterung der Kinder über "Ihren" Esel war toll zu sehen, da wollte auf einmal jeder Hufe kratzen, Bürsten, Wasser holen... Und wenn "mein" Esel am Abend zu Hause sein muss, dann schaffe ich das auch. So haben die Kinder gar nicht gemerkt, dass sie lange Etappen gelaufen sind. " – Sara B.
- „Bergab ist ein Mal einer unserer zwei Esel zu zügig unterwegs gewesen und hat eines der Kinder, das ihn gerade geführt hat, zum Stolpern gebracht und dabei hat es sich den Fuß verknickt. Die nächsten zwei Tage waren dann etwas zäher, weil es nur humpelnd voran ging. Manche Situationen könnte ich heute evtl. besser einschätzen und würde den Esel evtl. früher in Erwachsenenhand geben.“ – Christian W.
- „Unser jüngster Sohn war bei der ersten Wanderung erst 5 und hat ziemlich viel Zeit auf dem Rücken eines Esels verbracht. Auf gerader Strecke und breitem Weg ist das gut machbar, aber in alpinerem Gelände im Nachhinein betrachtet zu gefährlich.“ – Silke R.
- „Schöne Abenteuer möglich, aber immer auf Sicherheit achten.“ – Christine M.
- „Ich war vor 12 Jahren mit meinem damals 8-jährigen Sohn 5 Tage unterwegs. Hat alles gut geklappt.“ – Christine M.
6. Erfahrungsberichte zum Eselwandern: Geschichten unserer Gäste
Christian W.: „Der Eselbesitzer hat uns ganz am Anfang bei der Einweisung einen Satz mitgegeben: ‚Ihr habt ja schon drei Kinder. Jetzt stellt Euch einfach vor, ihr hättet noch zwei weitere (die zwei Esel)‘. Der Spruch hat unterwegs sehr geholfen um besser mit den Tieren umzugehen. ‚Leider‘ war es dann nach einer Woche am Ende des Urlaubs tatsächlich auch so, dass es sich angefühlt hat, zwei unserer fünf Kinder auf der Eselfarm zurücklassen zu müssen. Es sind einige Tränen geflossen, nicht nur bei unseren Kindern… Selbst als ich diese Zeilen schreibe habe ich wieder Tränen in den Augen. Ein halbes Jahr später, jedes Mal, wenn wir an einer Esche vorbeilaufen, schauen wir uns an und rufen ‚Esche! Esche!‘ – Das war der Lieblingssnack unserer zwei Vierbeiner…“
Monika F.: „Am Eselstall wurde uns alles nochmals gut erklärt. Nach einem ‚viel Spaß‘ und ‚tschüss‘ wollten wir los … der Esel aber nicht. Erst als ihn sein ‚Herrchen‘ mit einer frisch geernteten Maronibaum-Rute ‚motiviert‘ hatte, ging es weiter. Dafür hatten wir jedoch nach wenigen Minuten zwei Esel dabei. Ein sehr alter, etwas dementer Esel, der frei herumlaufen darf und keine Touren mehr machen muss, wollte nun mit uns auf Tour gehen. Wir blieben stehen, versuchten den Esel zurückzuschicken. Endlich hat er sich herumgedreht und lief in Richtung Eselstall zurück. Wir gingen mit unserem Esel weiter, doch 300 Meter weiter hörten wir plötzlich Hufgeklapper hinter uns … der demente Esel war wieder da. Nun mussten wir beim Eselstall anrufen, dann wurde er abgeholt.“
Christine M.: „Die Begegnung mit einem Dinosaurierforscher der Uni Montpellier, bei der Abime de Bramabiau, der uns Dinosaurierfussabdrücke zeigte. Am 14. Juli, vor der Unterkunft in der Dorfmitte war bereits die Bühne aufgebaut. Der Esel war fertig gepackt, ich bin noch mal kurz ins Haus gegangen. Da wurde volle Lautstärke die Musikanlage getestet. Der Esel fand das gar nicht gut und galoppierte davon, zwei Männer vom Gasthaus und meinen Sohn im Schlepptau. Ich habe sie dann ca. 500 m weiter weg wieder eingeholt – und wir haben das Dorf in einem großen Bogen umrundet.“
Claudine & Rolf M.: „Wir sind einmal etwas vom Weg abgekommen und hätten dann einen riesigen Umweg bis zur nächsten Brücke machen müssen. Also beschlossen wir an einer geeigneten Stelle einen Fluss zu überqueren. Schuhe aus, alles Gepäck auf den Esel. Der Esel zögerte einen Moment, schaute uns an….. und beschloss zusammen mit uns durch den für ihn doch eher tiefen Fluss zu gehen. Dieser Moment des Vertrauens und der Zuneigung hat uns persönlich tief gefreut, Am anderen Ufer angekommen waren wir alle einfach nur glücklich.“
Francoise B.: „Unser Esel Boubou war mit dem falschen Huf aufgestanden. Schon morgens hatte er wenig Lust, sein Zaumzeug anzulegen, ein paar Fliegen nervten ihn unterwegs, er wurde gefühlt immer "stiller". Ausanahmsweise half selbst eine Futterpause nicht, er schmollte. Wir taten unser Bestes zur Versöhnung, aber als Boubou merkte, dass kurz niemand die Leine hält, rannte er los, zurück in Richtung Unterkunft. Eselbesitzerin Sabrina hatte recht, Boubou war um einiges schneller als wir und wir mussten uns nun darauf verlassen, dass er sich beruhigt. Nach einer guten Stunde "Verfolgungsjagd" nahm er unser Friedensangebot in Form von Äpfeln an. Überrascht hat uns allerdings, dass wir uns danach alle besser verstanden haben und die Folgetagen liefen wunderbar.
7. Navigation
- „Ich hatte zunächst den Anspruch nur mit den ausgedruckten Karten klar zu kommen. Quasi bei der ersten Kreuzung hat sich aber schon herausgestellt, dass diese zu grob sind. Ich habe dann meine Geocaching-App (c:geo) mit OpenStreetMap Karte auf dem Handy zusätzlich zur Karte verwendet um jeden Abzweig gegen zu prüfen…“ – Christian W.
- „Wir haben überwiegend mit der Karte und der Beschreibung navigiert. “ – Monika F.
- „Ich war noch nie mit Wanderkarte gewandert, aber nach ein paar mal falsch abbiegen haben wir gelernt oft zu prüfen, gerade an Kreuzungen. Ab dem zweiten Tag ging es dann besser als gedacht.“ – Sara B.
- „Hauptsächlich mit der Karte, dazu auch die Routenbeschreibung. GPS/Telefon/Uhr haben wir praktisch nicht verwendet.“ – Monika W.
- „Ich persönlich navigiere lieber mit Karte. Ich will beim Wandern eigentlich entschleunigen und das Handy mal nicht benutzen müssen.“ – Silke R.
- „Eigentlich navigieren wir immer mit der Karte. Nur in ganz seltenen Fällen nahm ich mal das Handy.“ – Claudine & Rolf M.
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