Willkommen in unserem Fundus zum Eselwandern! Hier haben wir die Erlebnisse und Tipps unserer Wander*innen zusammengetragen, die das Abenteuer Eselwandern bereits gewagt haben. Eselwandern verbindet Natur, Tier und Mensch auf einzigartige Weise. Jeder Spaziergang mit einem Esel wird zu einem besonderen Erlebnis, das sich oft nur schwer in Worte fassen lässt.
Die folgenden Erfahrungsberichte geben authentische Einblicke: von ersten Begegnungen mit den Tieren über kleine Überraschungen unterwegs bis hin zu emotionalen Momenten. Sie dienen als Orientierungshilfe, um sich auf die Wanderung vorzubereiten, und zeigen, worauf man achten kann, ohne den eigenen persönlichen Moment zu schmälern.
Der Fundus soll stetig wachsen und wir hoffen, dass er Ihnen dabei hilft, sich auf Ihre eigene Eselwanderung einzustimmen. Die Berichte zeigen: Jede Wanderung ist anders, jeder Esel einzigartig, und dennoch lassen sich Muster und hilfreiche Tipps erkennen, die Ihnen Sicherheit geben. Nutzen Sie diese Hinweise, um sich auf kleine Überraschungen vorzubereiten, gleichzeitig aber die Gelassenheit der langohrigen Begleiter voll zu genießen.
Wir lieben Eselwanderungen, weil jede Reise einzigartig ist. Jeder erlebt seinen eigenen Weg, geprägt von der Gruppe, dem Tier, seinem Gemüt, dem Wetter. Jede Änderung führt zu unterschiedlichen Erlebnissen und deshalb kann auch niemand vorhersagen, wie Ihre Eselreise werden wird. In Erinnerung bleibt, so hoffen wir, vor allem die Freude an der Natur, an den Tieren und an den gemeinsamen Momenten.
nun sind wir schon eine gute Woche zurück aus Frankreich und möchten Ihnen Feedback geben.
Es waren tolle und fantastische Tage!! Mit dem Wetter hatten wir ausgesprochenes Glück. Nach dem Start in unerer Zwischenstation im Jura bei Schneefall (!!) kamen wir gut in den Cevennen und bei angenehmen Temperaturen an. Unsere erste Gastgeberin Letitia war lieb (unser Fehler, dass wir kein Französisch sprechen!) und unsere Zimmer mit Balkon auf das unfassbare Grün der Cevennen waren sehr gemütilich.
Wir kamen zum Eselstall und bekamen Yoko, einen gaaanz lieben Esel. Der erste Tag ist vermutlich immer "Erziehnung" und Klärung, wer der "Chef" ist, das hat mit Yoko wunderbar geklappt. Am ende des 1. Wandertages wurden wir von David unerwartet und unglaublich gut bekocht. Das hatten wir in der Form absolut nicht erwartet!! David war witzig und charmant, auch bei ihm haben wir uns mitten im Vogelgezwitscher wunderbar aufgehoben und angekommen gefühlt.
Am zweiten Morgen hat Yoko leider gehumpelt und seinen Fuß immer geleckt.. wir haben ein Video an Susann und Michael vom Eselstall geschickt und sie meinten, so solle er nicht laufen (er WOLLTE auch nicht laufen, und wir waren dankbar, ihn nicht "überreden" zu müssen). Sie kamen mit Hänger und Réglisse, einem anderen, nicht weniger charistmatischen Esel. Yoko war noch nie im Hänger und wollte da nicht rein. Mit vereinten Kräften konnten wir ihn "überzeugen". Statt um 9h starteten wir um 13h, kamen aber rechtzeitig bei Olivier an. (Michael sagte uns schon, dass Réglisse bergab recht schnell ist 😂). Auch bei Olivier fühlten wir uns sehr wohl, auch wenn es für ein Bad im Fluss nicht mehr gereicht hat. Das Begrüßungsbier und das nachfolgende Abendessen waren umso köstlicher.
Weiter zu Xouf und seiner Kooperative. Mit Karte und Beschreibung kamen wir gut zurecht. Bei Unsicherheiten banden wir Réglisse wie empfohlen an und machten uns in verschiedenen Richtungen auf die Suche nach "einem" Weg... manchmal war der "Trampelpfad" am Anfang der Saison einfach noch nicht "getrampelt", und das "Kastanienfeld" war in der Summe der Kastanienbäume nicht ganz so leicht auszumachen (😉). Wir fühlten uns manchmal wie in Kindertagen auf einer Schnitzeljagd, kamen aber immer gut und in-time an. Wir hatten auch bei dieser Unterkunft tolle Gespräche, und beim GEMEINSAMEN Abendessen auf der Terrasse mit traumhaftem Blick, fühlten wir uns wie unter Freunden, nicht wie "im Hotel".
Genauso bei Geniviéve und Phillip, die sofort den Google-Translator auspackten und "..pa de Problème!" sagten. Bei selbstgemachtem Bier, Cidre, Limoncello, Wildschwein und vorab dem extra vorbereiteten und gesäuberten Pool für uns, fühlten wir uns auch hier wie ein Teil der Falmilie!
Den letzen Tag zurück zum Eselstall hätten wir bei Regen nicht machen wollen. Der Abstieg war mit selbstbeschleunigendem Esel auf unbefestigtem Grund auch so schon herausfordernd, aber es zeugte von einem unglaublichen Zusammenspiel zwischen Esel und Führer, und das war ein mehr als beeindruckendes Erlebnis. Ein Aufstieg ist relativ "easy".. aber bei Regen hätten wir wahrscheinlich eh die in der Beschreibung erwähnte einfachere Alternative gewählt.
Réglisse hat auch immer Iiii-aaat, wenn während der Mittagspause eine von uns beim Erkunden der Umgebung aus seinem Blicklfeld verschwunden ist. Das war toootal süß!!!
Bei der Ankunft im Eselstall war auch Yoko gleich wieder zur Stelle und Réglisse gleich von seinen Freunden umringt. Der Abschied war dadurch eher kurz 😏
Zusammenfassend war es ein unglaublich tolles Erlebnis. Ich persönlich hatte keine speziellen Erwartungen, außer, dass wir nicht "im Convoi laufen". Aber das, was wir in dieser grünen, unberührten und einsamen Natur erleben durften, war einfach nur sensationell!
Nur am letzen Tag auf dem Weg zu Geniviéve und Phillip kam uns eine illustre Wandergruppe entgegen, ansonsten sahen wir maximal eine Person ... Die Navigation war spannend. Immer wenn wir ins Zweifeln kamen, da kam keine Sekunde zu Früh "die Mauer", "das Kastanienfeld", "der Telefonmast" etc.." aus der Beschreibung um die Ecke 😅 Wir haben auch über uns gelernt, dass das Sicherheitsbedürfnis durchaus persönlicher und subjektiver Natur sein kann/ist.. aber wir haben alles gefunden und sind im Team immer gut, ohne Umwege, glücklich und zufrieden angekommen.
Unser Hosts waren ausnahmslos unglaublich liebenswerte, offene und bereichernde Menschen! Gemeinsam zu Abend zu essen, statt es "nur serviert" zu bekommen, war ein zusätzliches Highlight, das wir nicht erwartet und umso mehr geschätzt und genossen haben. Übrigens: Auch wenn das Gespräch auf Sie und Ihre regelmäßigen gemeinsamen
Treffen kam, wurde nur in den höchsten Tönen von Ihnen gesprochen 😉.
Die Südfranzösische Kultur und Mentalität sind beeinduckend und machen Lust auf Mehr! (ich kann verstehen, dass Sie von Montpellier aus "die Strippen ziehen").
Und Esel... was soll ich sagen... die wachsen einem sooo schnell ins Herz und diese nonverbale Kommunikation und das gegenseitige Verständnis sind einfach unglaublich. Réglisse zum Beispiel blieb am letzen Tag einfach immer wieder stehen. Wir gingen hin, haben ihn gestreichelt, und dann lief er ohne Kommando oder Zug einfach weiter...bis zur nächsten Schmuseeinheit 😂. Aber die hatte er sich nach dem rasanten Abstieg auch verdient❣️
Génivieve kommt ja ursprünglich aus dem Jura und so haben sie uns Les Rousses für unseren Heimweg-Zwischenstopp empfohlen. Dort haben wir noch drei Nächte (in St. Laurent) auf dem Campingplatz mit Zelt verbracht, was auch herrlich war bei dem Wetter, bevor wir dann wirklich wieder heim gefahren sind. Im Fort von "Les Rousses" haben wir noch die Anzahl der dort gelagertern Comtè-Laiber überprüft. Alles so, wie es sein sollte 🧀🫕..
Wir werden lange von dieser Reise zehren, aus ganz vielfältigen und unterschiedlichen Gründen.
Ihnen möchten wir sagen: weiter so!! Und VIELEN DANK!! Es hat alles wunderbar geklappt, im Vorfeld und während der Tour. Und wie mein Freund Swen, der mir die Tour empfohlen hatte sagte: vorsicht, es macht süchtig!! 🫏🥰.
Gerne dürfen Sie unseren Hosts noch separat unseren herzlichen Dank und liebste Grüße ausrichten!!
Ganz liebe Grüße aus München, und einen herrlichen Sommer in Südfrankreich!
Á tout à l'heure!!
Susanne & Lilly
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